Ich bin unruhig, wache immer wieder auf. Muß mir eingestehen, daß ich Angst vor Schmerz blockiere.
Dieses Schweigen! Es macht mich wütend!!! Und nicht auf mich!
Ich schaue in den Spiegel – mehr kann ich nicht tun. Meiner Wahrnehmung bin ich mir sicher. Die Wahrnehmung des Gegenübers zu erfahren, ist Voraussetzung für einen angemessenen Umgang miteinander. Gewiß, die Ungewißheit hat es mir leicht gemacht, es als Projektion zu sehen. Sie war ein Geschenk. Doch jetzt bin ich bei mir. Und immer noch, und wieder Schweigen, nichts als Schweigen!!!
Und zur Hölle! solange niemand meine Wahrnehmung bestätigt, besteht die Möglichkeit, reiner Illusion. Wirbel im Kopf – da liegt der Hase begraben! Na toll!
Will ich die Gestalt meiner Wahrheit davon abhängig machen, daß sie mir bestätigt wird? Ist es dann noch Wahrheit? Will ich mich wieder verbarrikadieren, um der Illusion nicht zu erliegen? Das ist es also – ich habe keine Wahl – als selbst die Illusion zu leben. Oh, geht das unter die Haut!
“Ich will sterben.” Ich bin ja da. Und ich bleibe da. “Es tut zu weh! Es hat keinen Sinn.” Ja, ich weiß. Ich bin da.
Hört das denn gar nicht mehr auf? Wieviel schreckliche Dinge muß ich denn noch zulassen, um zu leben?